Titel hart erkämpft
Zollikon 2 gewann die Herren-Volleyballmeisterschaft in der dritten Liga. Es entschied das letze Spiel gegen Hombrechtikon 0:2 für sich.
Der grosse Favorit wankte heftig, fiel aber nicht. Zollikon musste mehr arbeiten für den Meistertitel und damit für den Aufstieg in die 2. Liga, als ihm lieb war. Vor allem in der zweitletzten Partie der Saison gegen das zweitplatzierte Hinwil. Der Gegner erwies sich als überraschend zäher Wiedersacher. Die Zürcheroberländer gewannen an diesem Schlussspielabend in der Halle Farlifang in Zumikon den zweiten Satz 25:14, nachdem sie sich im ersten Umgang noch sang und klanglos mit 13:25 geschlagen geben mussten.
Zollikons Coach Stefan Giezendanner wechselte im zweiten Satz auf einigen Positionen. Unter anderem nahm er Severin Eigenmann, der bis anhin eine ansprechende Partie geboten hatte, von Feld. Hinwil hatte sich optimal auf die Angriffe und Finten des Zollikers eingestellt.
Auch nach dem erneuten Seitenwechsel trat der Dominator dieser Saison, die Zolliker hatten bis anhin alle Meisterschaftspartien gewonnen, nicht so auf, wie es erwartet worden war. Hinwil erspielte sich einen Ball zum 2:1, siegte 15:9 und bezwang Zollikon in diesem dritten Durchgang. Damit wurde die erste Niederlage Zollikons Tatsache.
Mit einem diskussionslosen 0:2 gegen Hombrechtikon sicherten sich die Zolliker den Meistertitel anschliessend doch noch. Der Jubel kannte keine Grenzen. Immer wieder umarmten sich die Spieler und fielen in einem Menschenknäuel übereinander her. Die Erlösung war ihnen ins Gesicht ge-schrieben. Sie hatten diesen Match unbedingt gewinnen müssen, wollten sie den begehrten Meister-pokal in die Höhe stemmen. Dieser unbedingte Siegeswille wurde ihnen im zweiten Satz beinahe zum Verhängnis, als sie beim Stande von 12:19 in ein Loch fielen und die Gegner kontinuierlich herankommen liessen. Dies war aber der einzige Schreckensmoment in einer Partie die die Zolliker mehrheitlich im Griff hatten. Den ersten Umgang hatten sie souverän 10:25 gewonnen. Sie brachten die Hombrechtiker auch nach dem Seitenwechsel arg in Bedrängnis, spielten zu Beginn frech und befreit auf. Bis zum besagten Durchhänger, da funktionierte kaum etwas. Das Angriffsspiel war zu durchsichtig und zu harmlos. In dieser Situation nahm Giezendanner ein Time-Out. „Ich habe versucht, einen neuen Rhythmus und etwas Ruhe ins Spiel zu bringen“, sagte der Zolliker. Die erhoffte Wirkung blieb aus - vorerst. Der Anhang der Hombrechtiker feierte jeden Punkt als hätten sie den Meistertitel gewonnen.
Und die Stimmung auf den Rängen wurde noch besser, als Zollikon seinen 7-Punkte-Vorsprung beinahe verspielt hatte und Hombrechtikon zu einem 17:19 kam. Doch das war‘s dann auch von der Aufholjagt des Gegners, der letztlich doch nicht so recht an seine Chance zu glauben schien. Während die Zolliker allmählich, zumindest annähernd, ihr gewohntes Niveau erreichten, baute Hombrechtikon stetig ab und verlor 19:25. „Der Knackpunkt war wieder einmal Andreas Räber, der mit seinen Abschlüssen auch in dieser Phase einen sicheren Wert darstellte“ , sagte Giezendanner. Dass die Zolliker die Wende schafften, spricht für ein starkes Kollektiv. Dieses bestätigte sich auch an der anschliessende Siegesfeier im Fahrlifang und danach bei Stefan Giezendanner zuhause, an der ausgelassen bis in die frühen Morgenstunden gefeiert wurde.
Es Spielten: Daniel Erne, Maximilian Scharf, Florian Ganz, Gilles Hunter, Alban Hajzeri, Andreas Räber und Severin Eigenmann.
Zollikon 1 beendet Meisterschaft auf dem vierten Schlussrang
Die Zolliker bezogen im 10. und letzen Spiel der 3.-Liga-Meister-schaft die 6. Niederlage. Das Team von Adrian Holzmann unterlag Gastgeber Zumikon auswärts 2:1. Im ersten Satz gerieten die Seebuben schon gehörig unter Druck und verloren 25:16. Nach dem Seitenwechsel gelang ihnen die Wende. Sie gewannen 22:25. Im entscheidenden dritten Satz unterlagen sie erneut 15:9. Zuvor fuhren sie gegen Hombrechtikon ihren vierten Sieg ein (13:25, 14:25) und klassierten sich damit auf dem 4.-Schlussrang der Tabelle.
Es spielten: Adrian Holzmann, Jürg Karrer, Christoph Tapler, Marcel van der Velden, Armin Schilter und Jean-Pierre Rämi.